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VWR CO2-Inkubator Basic

VWR-CO2-Inkubator-Basisprodukt

Technische Daten

  • Produktname: VWR CO2-Inkubator Basic
  • Modellnummer: 50150229
  • Überarbeitung: D
  • Hersteller: VWR International, LLC
  • Ort: Radnor Corporate Center, Gebäude Eins, Suite 200, 100
  • Matsonford Road, Radnor, Pennsylvania 19087, Vereinigte Staaten

Produktinformationen
Der VWR CO2-Inkubator Basic ist darauf ausgelegt, eine kontrollierte Umgebung für Zellkulturanwendungen bereitzustellen und so optimale Wachstumsbedingungen für Zellen sicherzustellen.

Kapitel 6: Betrieb

Um das Gerät zu bedienen:

  1. Bereiten Sie das Gerät wie in den Abschnitten 6–39 des Handbuchs beschrieben vor.
  2. Beginnen Sie den Betrieb gemäß den Anweisungen in Abschnitt 6-40.

Kapitel 8: Herunterfahren

Um das Gerät herunterzufahren:

  1. Befolgen Sie die in Abschnitt 8-51 des Handbuchs beschriebenen Schritte.
  2. Schalten Sie das Gerät wie angegeben mit dem Netzschalter aus.

Kapitel 11: Teile und Zubehör
Informationen zu verfügbaren Teilen und Zubehör für den CO11-Inkubator finden Sie in den Listen in den Abschnitten 71–2.

Kapitel 12: Technische Daten
Technische Daten und Daten zum CO2-Inkubator finden Sie in Kapitel 12 des Handbuchs.

Kapitel 13: Entsorgung
Richtlinien zur ordnungsgemäßen Entsorgung des Geräts finden Sie ausführlich in Kapitel 13 des Handbuchs.

FAQs

F: Was soll ich tun, wenn ich auf Probleme stoße, die in der Bedienungsanleitung nicht behandelt werden?
A: Wenn Sie auf Probleme stoßen, die im Handbuch nicht ausreichend behandelt werden, wenden Sie sich umgehend an VWR, um Hilfe zu erhalten und Ihre Sicherheit zu gewährleisten.

2024 VWR International, LLC. Alle Rechte vorbehalten. Diese Betriebsanleitung ist urheberrechtlich geschützt. Daraus resultierende Rechte, insbesondere Nachdruck, fotomechanische oder digitale Nachbearbeitung oder Vervielfältigung, auch auszugsweise, sind nur mit schriftlicher Zustimmung von VWR International, LLC zulässig. Diese Regelung gilt nicht für Vervielfältigungen zum betriebsinternen Gebrauch. Der Inhalt dieses Dokuments kann ohne Vorankündigung geändert werden. Bei Übersetzungen in Fremdsprachen ist die englische Version dieser Betriebsanleitung verbindlich.

Warenzeichen Alle in der Bedienungsanleitung erwähnten Warenzeichen sind ausschließliches Eigentum der jeweiligen Hersteller.
VWR International, LLC Radnor Corporate Center, Building One, Suite 200 100 Matsonford Road Radnor, Pennsylvania 19087 Vereinigte Staaten
VWR International, LLC stellt seinen Kunden dieses Dokument beim Kauf eines Produkts zur Verfügung, damit sie es im Betrieb des Produkts verwenden können. Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt. Jede Vervielfältigung des gesamten Dokuments oder von Teilen davon ist strengstens untersagt, außer mit schriftlicher Genehmigung von VWR International, LLC. Der Inhalt dieses Dokuments kann ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Alle technischen Informationen in diesem Dokument dienen nur zu Referenzzwecken. Die Systemkonfigurationen und Spezifikationen in diesem Dokument ersetzen alle vorherigen Informationen, die der Käufer erhalten hat.

Wichtige Sicherheitshinweise
Einweisung des Bedienpersonals
Diese Bedienungsanleitung beschreibt den CO2-Inkubator Modell VWR Air Jacketed CO2 Incubator Basic
Der CO2-Inkubator wurde nach dem neuesten Stand der Technik hergestellt und vor der Auslieferung auf seine einwandfreie Funktion geprüft. Er kann jedoch Gefahren bergen, wenn er nicht bestimmungsgemäß oder außerhalb der Betriebsparameter eingesetzt wird. Daher müssen zur Vermeidung von Unfällen folgende Verfahren stets beachtet werden: Der CO2-Inkubator darf nur von geschultem und autorisiertem Personal bedient werden. Für jede Bedienung dieses Gerätes muss der Bediener klare und prägnante schriftliche Anweisungen erstellen.
Unterweisungen in der Sprache des Bedien- und Reinigungspersonals auf Grundlage dieser Betriebsanleitung, der geltenden Sicherheitsdatenblätter, der Betriebshygienerichtlinien und der technischen Regeln, insbesondere:
­

Welche Dekontaminationsmaßnahmen sind für den CO2-Inkubator und das Zubehör anzuwenden?
Welche Schutzmaßnahmen sind bei der Verwendung bestimmter Mittel zu treffen?
Welche Maßnahmen sind bei einem Unfall zu treffen? Reparaturen am Gerät dürfen nur von geschultem und autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden.

Anwendbarkeit der Anleitung
Der Inhalt der Bedienungsanleitung kann ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Bei Übersetzungen in Fremdsprachen ist die englische Version dieser Bedienungsanleitung
Anweisung ist verbindlich. Bewahren Sie diese Anleitung in der Nähe des Gerätes auf, damit Sicherheitshinweise und
wichtige Informationen sind immer zugänglich. Sollten Sie auf Probleme stoßen, die in dieser Bedienungsanleitung nicht ausreichend beschrieben sind,
Anweisungen, wenden Sie sich zu Ihrer eigenen Sicherheit bitte umgehend an VWR.

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CO2 Inkubator Basic | 3

Kapitel 1 | Wichtige Sicherheitshinweise
Garantie
VWR übernimmt die Gewährleistung für die Betriebssicherheit und Funktion des CO2-Inkubators nur unter der Voraussetzung, dass: Das Gerät ausschließlich bestimmungsgemäß und wie in der Gebrauchsanleitung beschrieben betrieben und gewartet wird.
in dieser Betriebsanleitung beschrieben Das Gerät wird nicht verändert Es werden ausschließlich originale, von VWR freigegebene Ersatzteile und Zubehör verwendet Inspektionen und Wartungen werden in den vorgeschriebenen Intervallen durchgeführt Die Gewährleistung gilt ab Auslieferdatum des Gerätes an den Betreiber.

Erklärung der Zeichen
In der Betriebsanleitung verwendete Symbole und Signalwörter
WARNUNG Weist auf eine gefährliche Situation hin, die, wenn sie nicht vermieden wird, zum Tod oder zu schweren Verletzungen führen kann!
VORSICHT Weist auf eine Gefahrensituation hin, die, wenn sie nicht vermieden wird, zu leichten oder mittelschweren Verletzungen führen kann!
HINWEIS Weist auf eine Situation hin, die, wenn sie nicht vermieden wird, zu Sachschäden führen kann! HINWEIS Wird für Anwendungshinweise und nützliche Informationen verwendet.

Wichtige Sicherheitshinweise | Kapitel 1
In der Betriebsanleitung verwendete Piktogramme
Piktogramme weisen auf konkrete Sachverhalte einer Sicherheitsmeldung oder einer Sachschadensmeldung hin.
Stromschlag!
Erstickungsgefahr!

Heiße Oberflächen!
Schutzhandschuhe tragen!
Schutzbrille tragen!
Gesundheitsschädliche Flüssigkeiten!
Elektrische Gefahr!
Zeichen auf dem Gerät
Am Gerät angebrachte Sicherheitszeichen, Prüfzeichen und Konformitätskennzeichen. Bedienungsanleitung beachten! CSA-Prüfzeichen: Prüfzertifikat für USA/Kanada, zeigt an, dass das Produkt die Anforderungen national anerkannter Produktsicherheitsstandards erfüllt.

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Kapitel 1 | Wichtige Sicherheitshinweise

Überview Sicherheitsinformationen
Überview der wichtigsten Sicherheitshinweise dieser Bedienungsanleitung.
Kohlendioxid (CO2): Da CO2 als gesundheitsschädliches Gas gilt, sind bei der Inbetriebnahme und beim Betrieb des CO2-Inkubators bestimmte Sicherheitshinweise zu beachten.
NOTIZ!
Personalunterweisung:
Personal, das Geräte mit CO2-Versorgung bedient, muss vor Aufnahme seiner Tätigkeit über die Besonderheiten im Umgang mit CO2 unterrichtet werden: Ordnungsgemäße Bedienung von Druckgasbehältern und Gasversorgungsanlagen Meldepflicht bei Schäden und Mängeln an CO2-Versorgungsleitungen Maßnahmen bei Unfällen oder Störungen Diese Unterweisung muss in angemessenen Abständen wiederholt werden und muss die besonderen
Betriebsanleitung des Gasversorgers

6 | CO2 Inkubator Basic

WARNUNG
Erstickungsgefahr:
CO2 in großen Mengen in die Raumluft freigesetzt, kann zum Ersticken führen. Bei CO2-Austritt sofort Sicherheitsmaßnahmen einleiten! Raum sofort verlassen und andere nicht in den Raum lassen! Sicherheitsdienst oder Feuerwehr verständigen!

BEACHTEN!
Überdruck:
Der Betriebsdruck des am Gerät anliegenden Gases darf 1 bar nicht überschreiten. Wird das Gas mit höherem Druck zugeführt, können die im Gerät eingebauten Ventile nicht richtig schließen und die Regelung der Gaszufuhr kann beeinträchtigt werden! Stellen Sie die Gaszufuhr auf einen Bereich zwischen 0.8 bar min. und 1.0 bar max. ein und stellen Sie sicher, dass dieser
Druckeinstellung nicht veränderbar!

Druckausgleichsöffnung:
Um einen dauerhaften Druckausgleich zu gewährleisten, darf die Druckausgleichsöffnung nicht an eine Abluftanlage angeschlossen werden. Die Rohrleitung der Druckausgleichsöffnung darf nicht verlängert oder umgeleitet werden!
Durchführung: Wird die Durchführung nicht genutzt, muss diese im Betrieb verschlossen werden!
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Wichtige Sicherheitshinweise | Kapitel 1
Gasqualität: CO2 muss folgende Qualitäten aufweisen: Reinheit 99.5 % min. oder medizinische Qualität ACHTUNG Stromschlag:
Das Berühren stromführender Bauteile kann einen tödlichen Stromschlag verursachen. Bevor Sie das Gerät an die Stromversorgung anschließen, prüfen Sie Stecker und Anschlussleitung auf Beschädigungen. Verwenden Sie beim Anschluss des Gerätes an die Stromversorgung keine beschädigten Bauteile!

ACHTUNG Elektrische Gefahr:
Die Stromversorgung im Labor sollte über einen Fehlerstrom-Schutzschalter verfügen.
Gesundheitsgefahr: Die Oberflächen des Arbeitsplatzes können kontaminiert sein. Kontakt mit kontaminierten Reinigungsflüssigkeiten kann Infektionen verursachen. Desinfektionsmittel können gesundheitsschädliche Substanzen enthalten. Beachten Sie beim Reinigen und Desinfizieren unbedingt die Sicherheitshinweise und Hygienevorschriften! Tragen Sie Schutzhandschuhe Tragen Sie eine Schutzbrille Tragen Sie einen Mund- und Atemschutz zum Schutz der Schleimhäute Beachten Sie die Sicherheitshinweise des Desinfektionsmittelherstellers und der Hygienefachkräfte!

Kontaminationsgefahr: Das Gerät kann zur Aufbereitung und Verarbeitung infektiöser Stoffe verwendet werden, so dass das Gerät oder Gerätekomponenten kontaminiert werden können. Im Falle einer Außerbetriebnahme muss das Gerät dekontaminiert werden! Bevor Gerätekomponenten entsorgt werden, müssen sie dekontaminiert werden! Die Gerätekomponenten müssen gründlich gereinigt werden; nach der Reinigung müssen sie
desinfiziert oder sterilisiert werden, je nach Anwendung. Ausrangierte Geräte oder Gerätekomponenten müssen mit einem entsprechenden Zertifikat versehen sein
mit Angabe der durchgeführten Dekontaminationsmaßnahmen!

Kapitel 1 | Wichtige Sicherheitshinweise
Hygienevorschriften:
Vor jedem Betrieb ist durch den Anwender eine Reinigung und Desinfektion des Arbeitsplatzes gemäß den vom Betreiber vorgegebenen Hygienevorschriften zum Schutz der Kulturen erforderlich.

BEACHTEN!

Unverträgliche Reinigungsmittel:
Einige Geräteteile bestehen aus Kunststoff. Lösungsmittel können Kunststoffe anlösen. Starke Säuren oder Basen können zur Versprödung der Kunststoffe führen. Verwenden Sie zur Reinigung der Kunststoffteile und -oberflächen keine kohlenwasserstoffhaltigen Lösungsmittel, Reinigungsmittel mit einem Alkoholgehalt von mehr als 10 % oder starke Säuren und Basen!
Chloridhaltige Desinfektionsmittel:
Chloridhaltige Desinfektionsmittel können Edelstahl angreifen. Verwenden Sie nur Desinfektionsmittel, die Edelstahl nicht angreifen! Verwenden Sie keine Natriumhypochloritlösungen wie Purex und Clorox. Diese können
Korrosion und Lochfraß von Edelstahl. Verwenden Sie keine Stahlholzpads wie Brillo. Diese Pads hinterlassen Kohlenstoffpartikel im Werkstück
Raum.

Alkoholische Desinfektionsmittel:
Desinfektionsmittel mit einem Alkoholgehalt von mehr als 10 % können in Verbindung mit Luft leicht brennbare und explosive Gasgemische bilden. Vermeiden Sie bei der Verwendung solcher Desinfektionsmittel offene Flammen oder übermäßige Hitzeeinwirkung während des gesamten Desinfektionsvorgangs! Verwenden Sie solche Desinfektionsmittel nur in ausreichend belüfteten Räumen. Wischen Sie die gereinigten Geräteteile nach dem Einwirken des Desinfektionsmittels ab.
gründlich trocknen! Beachten Sie die Sicherheitsvorschriften zur Vermeidung von Brand- und/oder Explosionsgefahr durch alkoholhaltige
Desinfektionsmittel!

Wasserversorgung:
Die Wasserwanne des Arbeitsraums kann bis zu 3.0 l aufbereitetes Wasser aufnehmen. Halten Sie bei laufendem Betrieb immer eine ausreichende Menge aufbereiteten Wassers folgender Qualität bereit: Demineralisiert und destilliert oder autoklaviert zur Sterilisation
oder Vollständig deionisiert und zur Sterilisation destilliert oder autoklaviert. Wenn der Wasserstand unter die untere Grenze fällt, Wasser nachfüllen!

8 | CO2 Inkubator Basic

VWR

Wichtige Sicherheitshinweise | Kapitel 1
Verwendungszweck des Gerätes

Anwendungsgebiete

Der CO2-Inkubator ist ein Laborgerät zur Herstellung und Kultivierung von Zell- und Gewebekulturen. Das Gerät ermöglicht die Simulation der speziellen physiologischen Umgebungsbedingungen für diese Kulturen durch die genaue Kontrolle von: Temperatur CO2-Gehalt Eine erhöhte relative Luftfeuchtigkeit
Das Gerät ist für die Installation und den Betrieb in folgenden Anwendungsbereichen konzipiert: Labore für zellbiologische und biotechnologische Experimente der Sicherheitsstufen L1, L2,
und L3 Medizinisch-mikrobiologische Laboratorien nach DIN 58 956 Laboratorien im Zentralbereich von Kliniken und Krankenhäusern
Das für den Inkubator benötigte CO2 wird dem Gerät über eine separate Gasversorgungsanlage entweder aus Gasflaschen oder aus einem zentralen Druckgasbehälter zugeführt. Die Auslegung der Gasversorgungsanlage muss so erfolgen, dass der Betriebsdruck der Gasleitungen in einem Bereich zwischen 0.8 bar (min.) und 1 bar (max.) einstellbar und nicht veränderbar ist. Je nach Leistungsfähigkeit der Gasversorgungsanlage können mehrere Geräte an eine Gasflasche angeschlossen werden. Der CO2-Inkubator ist für den Dauerbetrieb geeignet.

Unbeabsichtigte Verwendung
Verwenden Sie im Gerät keine Zell- oder Gewebekulturen, die nicht den Vorschriften der Sicherheitsstufen L1, L2 und L3 entsprechen.
Verwenden Sie keine Tücher, Substanzen oder Flüssigkeiten, die: leicht entzündlich oder explosiv sind, Dämpfe freisetzen, die in Kontakt mit Luft brennbare oder explosive Gemische bilden, Gifte freisetzen.

Kapitel 1 | Wichtige Sicherheitshinweise
Normen und Richtlinien
The device is in accordance with the following standards and guidelines:CAN/ CSA ­ C22.2 No. 61010-4-04 UL Std. No. 61010 (2nd Edition) Safety specifications: Indoor Use Only Altitude ­ Up to 2.000 meters Temperature ­ +5 °C to 40 °C Humidity ­ Maximum RH 80% for temperatures up to 31 °C, decreasing linearly to 50% RH at
40 °C Netzspannungsschwankungen NetzspannungsvoltagDie Schwankungen dürfen ±10 % des
Nennvolumentage Installationskategorie II1 Verschmutzungsgrad 22 Geräteklasse I

1Installationskategorie (Überspannungtage-Kategorie) definiert die Höhe der transienten Überspannungtage, der das Gerät sicher standhalten soll. Sie hängt von der Art der Stromversorgung ab und ist überspannungsgeschützt.tage Schutzmittel. Zum BspampIn Kategorie II, der Kategorie für Geräte in Anlagen, die von einer Stromversorgung versorgt werden, die mit dem öffentlichen Stromnetz vergleichbar ist, wie z. B. in Krankenhäusern, Forschungslabors und den meisten Industrielabors, beträgt der erwartete Spannungsabfall übertage beträgt 2500 V bei einer 230-V-Versorgung und 1500 V bei einer 120-V-Versorgung.
2Der Verschmutzungsgrad beschreibt die Menge an leitfähiger Verschmutzung in der Betriebsumgebung. Verschmutzungsgrad 2 geht davon aus, dass normalerweise nur nicht leitfähige Verschmutzung wie Staub vorkommt, mit Ausnahme gelegentlicher Leitfähigkeit durch Kondensation.
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2

Lieferung

Verpackung
Der CO2-Inkubator Helix wird in einem stabilen Verpackungskarton geliefert. Alle Verpackungsmaterialien sind trennbar und wiederverwendbar: Verpackungskarton: Recyclingpapier Schaumstoffelemente: Styropor (FCKW-frei) Palette: Unbehandeltes Holz Verpackungsfolie: Polyethylen Verpackungsbänder: Polypropylen

Komponenten Standardausrüstung

Lieferung
Fachboden Fachbodenträgerpfosten Fachbodenträgerschiene Einsatz für Druckausgleichsöffnung Stopfen für Rohrkanal Netzanschlusskabel Steckverbinder, potentialfreier Kontakt Ersatzkappen, Set CO2-Anschlussschlauch-Set Tauchwasserpumpe Maulschlüssel 24 mm Inbusschlüssel 2 mm für Gebläserad Inbusschlüssel 3 mm für Gebläseradabdeckung Bedienungsanleitung Pumpe zur Wasserableitung

CO2-Inkubator mit einfacher Glastür und durchgehenden Einlegeböden (Standardausführung) 3 4 6 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

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Kapitel 2 | Lieferung

Abnahmeprüfung
Überprüfen Sie die Lieferung sofort nach Erhalt auf: Vollständigkeit Mögliche Schäden
Sollten Sie Beschädigungen feststellen oder Teile fehlen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit dem Spediteur und Verkäufer auf.

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Installation des Gerätes

Umgebungsbedingungen
Das Gerät darf nur an Orten betrieben werden, die die unten aufgeführten besonderen Umgebungsbedingungen erfüllen.

Anforderungen:
Zugfreier und trockener Standort.
Der Mindestabstand zu angrenzenden Flächen muss allseitig eingehalten werden (siehe Abschnitt „Platzbedarf“).
Der Operationssaal muss über eine entsprechende Raumbelüftung verfügen.
Fester, ebener und feuerfester Untergrund.

Erschütterungsfester Unterbau (Bodenstativ, Labortisch), der das Gewicht des Gerätes und des Zubehörs tragen kann (insbesondere wenn mehrere Geräte gestapelt werden).
Um eine konstante Inkubationstemperatur von 37 °C zu gewährleisten, muss die Umgebungstemperatur in einem Bereich von +18 °C bis +33 °C liegen.
Relative Luftfeuchtigkeit bis zu 80 % (max.).
Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung.
In der Nähe des CO2-Inkubators sollten keine Geräte verwendet werden, die übermäßige Hitze erzeugen.

Raumlüftung
Bei der CO2-Zufuhr steht der Arbeitsraum des Inkubators unter leichtem Überdruck. Der Druck wird über die Druckausgleichsöffnung in den Operationsraum abgelassen. Da durch den Druckausgleich und das Öffnen der Glastür/gasdichten Blende während des Gerätebetriebs sehr geringe Mengen CO2 in den Operationsraum freigesetzt werden, muss die Raumlüftung in der Lage sein, das freigesetzte Gas sicher ins Freie abzuführen. Zudem kann es bei Dauerbetrieb durch die Wärmeabstrahlung des Gerätes zu einer Veränderung des Raumklimas kommen.

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Kapitel 3 | Installation des Gerätes

Daher darf der Inkubator nur in Räumen mit ausreichender Belüftung installiert werden. Installieren Sie das Gerät nicht in Raumnischen ohne Belüftung. Die Raumbelüftung sollte eine technische Belüftung sein, die den
Anforderungen der DGUV Information 213-850 (Richtlinie für Laboratorien) oder eine andere geeignete Lüftungsanlage mit entsprechender Leistung.
Platzbedarf

14 | CO2 Inkubator Basic

Abbildung 1 Geräteabmessungen
Achten Sie beim Aufstellen des Gerätes darauf, dass die Montage- und Versorgungsanschlüsse frei zugänglich sind. Der Schaltkasten an der Geräterückseite kann als Abstandshalter zu angrenzenden Objekten dienen. Die angegebenen seitlichen Abstände sind Mindestabstände. Um den CO2-Inkubator vor Kontamination zu schützen, verwenden Sie auch bei bodennaher Aufstellung des Gerätes ein Bodenstativ. Die Höhe des Bodenstativs sollte 200 mm nicht unterschreiten. Verschiedene Bodenstative und Träger sind optional bei VWR erhältlich (Teilenummer siehe Kapitel 11 „Teile und Zubehör“).
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Installation des Gerätes | Kapitel 3
HINWEIS! Erreichbarkeit der Geräte: Um die Zugänglichkeit für Pflege- und Wartungsarbeiten zu gewährleisten, große seitliche und rückwärtige Abstände einhalten!
Transport

Abbildung 2 Hebepunkt
Heben Sie das Gerät beim Transport nicht an den Türen oder am Gerät befestigten Komponenten (z. B. Steuerkasten an der Rückseite) als Hebepunkte an. HINWEIS! Hebepunkte: Heben Sie das Gerät nur an den in Abbildung 2 gezeigten Hebepunkten an.
Elektrische Installation
ACHTUNG Elektrische Gefahr:
Die Stromversorgung im Labor sollte über einen Fehlerstrom-Schutzschalter verfügen.

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Kapitel 3 | Installation des Gerätes

Stapeln

16 | CO2 Inkubator Basic

Abbildung 3 Stapeln
Zwei Helix-Geräte können übereinander gestapelt werden. Die Stapelelemente [1] und [2] fixieren die Geräte übereinander. Werden die Geräte auf fahrbaren Gestellen platziert, ist darauf zu achten, dass die Rollen [3] während des Betriebs durch eine Feststellvorrichtung gesichert sind. Aus Stabilitätsgründen sollten die Rollen nach vorne ausgerichtet sein. HINWEIS! Transport gestapelter Geräte: Die Stapelelemente sind keine Verbindungselemente. Der Transport gestapelter Geräte auf geneigten Flächen ist daher nicht zulässig!
Änderungen
HINWEIS! Umbauten: Nachrüstungen und Umbauten dürfen nur durch den Technischen Service von VWR durchgeführt werden!
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Beschreibung des Gerätes
Sicherheitseinrichtungen
Das Gerät ist mit folgenden Sicherheitseinrichtungen ausgestattet: Ein Türschalter unterbricht die CO2-Zufuhr und die Nutzraumheizung bei geöffneter Glastür
geöffnet Ein unabhängiger Thermoschutz schützt die sampvor schädlicher Überhitzung im
im Störungsfall Eine Druckausgleichsöffnung sorgt für Druckausgleich im Gerätearbeitsraum Akustische und optische Alarme weisen auf Störungen im Betrieb hin

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Kapitel 4 | Gerätebeschreibung

ViewGerätebezeichnung

Abbildung 4 Allgemeines viewGerätebezeichnung

Front view: [1] Stapelelemente [2] Steckerkappen [3] Glastür [4] Messzelle mit Gebläserad und Sensoren [5] Türschalter [6] Druckausgleichsöffnung mit Einsatz [7] Messöffnung

18 | CO2 Inkubator Basic

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[8] Außentür [9] Türgriff [10] Außentürdichtung, auswechselbar [11] Standfuß, höhenverstellbar [12] Typenschild [13] Netzschalter [14] Halteschiene [15] Ablage [16] Verschluss, Glastür [17] Haltehaken für Ablage [18] Durchführung mit Stopfen [19] Glastürdichtung, auswechselbar Rückseite view [20] Stapelelemente [21] Durchführung, Ø 42 mm [22] Druckausgleichsöffnung [23] Schaltkasten mit Versorgungsschnittstellen [24] CO2-Gasbehälter

Gerätebeschreibung | Kapitel 4

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Kapitel 4 | Gerätebeschreibung
20 | CO2 Inkubator Basic

Arbeitsatmosphäre
Im Arbeitsraum des Inkubators werden die besonderen physiologischen Umgebungsbedingungen für die Herstellung und Kultivierung von Zell- und Gewebekulturen simuliert. Die Atmosphäre im Arbeitsraum wird durch folgende Faktoren bestimmt: Temperatur Relative Luftfeuchtigkeit CO2-Konzentration Temperatur:
Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, muss die Temperatur im Operationssaal mindestens 18 °C betragen und die Inkubationstemperatur muss mindestens 3 °C höher sein als die Raumtemperatur. Das Heizsystem regelt die Inkubationstemperatur ab dieser Temperaturschwelle bis auf 55 °C. Das Prinzip der Luftmantelheizung und die zusätzliche, separate Beheizung der Außentür minimieren das Risiko von Kondensatbildung an den Seitenwänden, an der Decke des Arbeitsraums und an der Glastür.

Relative Luftfeuchtigkeit:
Die Wasserwanne des Arbeitsraums kann 4.5 Liter aufbereitetes Wasser aufnehmen. Durch die Erwärmung des Arbeitsraums wird das Wasser verdunstet und so eine konstante Luftfeuchtigkeit im Arbeitsraum gewährleistet. Unter normalen Betriebsbedingungen und der üblichen Inkubationstemperatur von 37 °C wird im Arbeitsraum eine konstante relative Luftfeuchtigkeit von ca. 95 % erreicht. Werden erwärmte Behälter aus dem Arbeitsraum entnommen und wieder eingesetzt, kann es aufgrund der erhöhten Luftfeuchtigkeit und der Abkühlung zu Kondensatbildung an den Außenseiten der Behälter kommen.

Zur Befeuchtung wird aufbereitetes Wasser folgender Qualität benötigt: Demineralisiert und entweder destilliert oder zur Sterilisation autoklaviert
oder Vollständig deionisiert und zur Sterilisation entweder destilliert oder autoklaviert
CO2-Versorgung: Um optimale Wachstumsbedingungen für die Zell- und Gewebekulturen zu gewährleisten, wird der Arbeitsraum mit CO2 versorgt. Der pH-Wert der bikarbonatgepufferten Kulturmedien hängt maßgeblich vom CO2-Gehalt der Arbeitsraumatmosphäre ab. Der CO2-Gehalt der Arbeitsraumatmosphäre kann in einem Bereich von 0 – 20 % geregelt werden.

Das CO2 muss folgende Qualität aufweisen: Reinheit 99.5 % min
oder medizinische Qualität
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Sensorsystem

Gerätebeschreibung | Kapitel 4

Abbildung 5 Temperatursensor
In der Grundplatte [1] der Messzelle sind das Gebläserad und zwei Sensormodule integriert:
Sensor [2] zur Messung der Nutzraumtemperatur und des Thermoschutzes
CO2-Sensor [3] zur Messung des CO2-Gehalts in der Arbeitsraumatmosphäre

Der Sensor zur Messung der Nutzraumtemperatur sowie der CO2-Sensor sind Teil der Gerätesteuerung. Ihre Messwerte werden mit den eingestellten Sollwerten verglichen. Auf Basis dieser Daten regelt die Steuerung Heizung und CO2-Zufuhr. Das Gebläse vermischt die zugeführten Gase und sorgt für eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Nutzraum.
Der Thermoschutz ist werkseitig vorprogrammiert und kann nicht verändert werden. Er schützt die gelagerten Kulturen vor Überhitzung. Bei einer Temperaturüberschreitung um mehr als 1 °C spricht der Thermoschutz an und die Nutzraumtemperatur wird automatisch auf den eingestellten Sollwert abgesenkt, so dass der Inkubationsprozess auch im Störungsfall fortgesetzt werden kann. Bei jedem Ansprechen des Thermoschutzes wird gleichzeitig ein akustischer und optischer Alarm ausgelöst.

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Kapitel 4 | Gerätebeschreibung

Türkontaktschalter

Abbildung 6 Türschalter
Im oberen Rand der Nutzraumöffnung ist ein Türschalter [1] eingebaut. Wird der Türschalter durch Öffnen der Glastür betätigt, werden die Gaszufuhr und die Beheizung des Nutzraums unterbrochen und der Displaytext blinkt. Bleibt die Tür länger als 30 Sekunden geöffnet, ertönt ein kurzer akustischer Alarm. Bleibt die Tür länger als 10 Minuten geöffnet, ertönt der akustische Alarm dauerhaft. Erst nach ordnungsgemäßem Verriegeln der Glastür kann die Außentür geschlossen werden.

22 | CO2 Inkubator Basic

VWR

Gerätebeschreibung | Kapitel 4
Switchbox mit Versorgungsschnittstelle

Abbildung 7 Versorgungsschnittstellen
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CO2 Inkubator Basic | 23

Kapitel 4 | Gerätebeschreibung

Sämtliche Versorgungsanschlüsse sind im Schaltkasten auf der Geräterückseite untergebracht.

Gasanschluss:
Die Gaszuleitung zwischen Gerät und Gasversorgungsanlage wird über die mitgelieferten Anschlussschläuche angeschlossen. Die CO2-Zufuhr zum Gerät erfolgt über eine separate Anschlussmuffe [1]. Das Prozessgas muss dem Gerät mit einem fest eingestellten Druck im Bereich von 0.8 – 1.0 bar zugeführt werden, dieser muss unverändert bleiben. Bevor das Gas in den Arbeitsraum geleitet wird, durchströmt es einen Sterilfilter mit einem Abscheidegrad von 99.97 % bei einer Partikelgröße von 0.3 µm (HEPA-Filterqualität).

Etikett:
Auf dem Typenschild [2] sind Angaben zur Gasversorgung, eine Legende zu den Alarmkontaktanschlüssen sowie Hinweise zur elektrischen Absicherung des Gerätes zu finden.

RS 232 Schnittstelle:
Über die RS 232-Schnittstelle [3] kann der Inkubator an die serielle Schnittstelle eines PCs angeschlossen werden. Diese Verbindung ermöglicht die computergestützte Erfassung und Dokumentation der wichtigsten Betriebsparameter (Temperatur, CO2-Konzentration, Störungscodes etc.).

Alarmkontakt:
Das Gerät kann an ein bauseitiges, externes Alarmsystem (z. B. Telefonanlage, Gebäudeüberwachungssystem, optisches oder akustisches Alarmsystem) angeschlossen werden. Zu diesem Zweck ist im Gerät ein potentialfreier Alarmkontakt [4] vorinstalliert.

NOTIZ!
Alarmkontakt:
Der Alarmkontakt empfängt ausschließlich Meldungen, die durch die atmosphärischen Bedingungen im Arbeitsbereich (Temperatur oder Gas) verursacht werden!
Stromversorgungsanschluss:
Der Netzanschluss [5] des Gerätes erfolgt über ein Kabel mit Kaltgerätestecker. In der Netzbuchse ist die Halterung für die beiden Gerätesicherungen integriert.

24 | CO2 Inkubator Basic

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Arbeitsbereichskomponenten

Gerätebeschreibung | Kapitel 4

Abbildung 8 Wasserraumaufteilung / Wasserreservoir

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CO2 Inkubator Basic | 25

Kapitel 4 | Gerätebeschreibung

Die Arbeitsfläche des Inkubators wurde so gestaltet, dass die Oberfläche so klein wie möglich ist. Dies trägt dazu bei, Verunreinigungen zu reduzieren und die Reinigung zu erleichtern.

Innenkammer:
Alle Bauteile der Arbeitsfläche sind aus Edelstahl gefertigt und verfügen über eine brünierte, absolut glatte und reinigungsfreundliche Oberfläche. Eventuelle Prägungen weisen einen großen Radius auf.
Die Einzelteile des Regalsystems lassen sich leicht entnehmen, so dass für Reinigungs- und manuelle Desinfektionsarbeiten lediglich der gut behandelbare, oberflächenreduzierte Innenraum [1] im Arbeitsraum verbleibt.

Wasserreservoir:
Der Wasserbehälter [2] ist in den Innenraumboden integriert und neigt sich nach hinten. Die Prägung in der Wasserschale dient zur Anzeige des minimalen Füllstands [3] und des maximalen Füllstands [4].

Heizungsanlage:
Zur Beheizung des Nutzraumes wird eine Luftmantelheizung eingesetzt. Die Anordnung der Heizelemente sorgt dafür, dass Kondensatbildung über dem Wasserbehälter schnellstmöglich verhindert wird. Auch die Außentür des Gerätes ist beheizt. Die auf die innere Glastür abgestrahlte Wärme verhindert Kondensatbildung. Der Nutzraum des Gerätes bleibt trotz hoher Luftfeuchtigkeit stets einsehbar.

Regalsystem:
Die Auflageschienen [1] des Regalsystems sind alle 42 mm gelocht, so dass die Auflagehaken [8] variabel für jede gewünschte Kulturgefäßgröße eingelegt werden können. Die Regalböden [2] verfügen über eine integrierte Kippsicherung und Entnahmesperre. Details zum Regalsystem siehe Kapitel 5 „Inbetriebnahme“.

26 | CO2 Inkubator Basic

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Öffnungen an der Rückseite:

Gerätebeschreibung | Kapitel 4

Abbildung 9 Öffnungen an der Rückseite

Eine verschließbare Durchführung [1] ermöglicht die Einführung von Kabeln, Schläuchen oder zusätzlichen Sensoren in den Arbeitsraum des Gerätes. Eine Druckausgleichsöffnung mit Einsatz [2] an der Geräterückseite ermöglicht einen Ausgleich zwischen den Drücken im Arbeitsraum und im Operationssaal.

NOTIZ!

Betriebsbedingungen:

Wenn Zubehör im Nutzraum des CO2-Inkubators betrieben werden soll, müssen die Anforderungen an die Umgebungsbedingungen beachtet werden (siehe Tabelle unten). Die in den Nutzraum eingebrachte Energie beeinflusst den Beginn des Temperaturregelbereichs. Wenn zusätzliche Heizquellen in den Nutzraum eingebracht werden, kann es zu Kondensation (z. B. an der Glastür) kommen.

Eingeführte Energie
0 W 5 W 10 W 15 W 20 W *RT = Umgebungstemperatur

Regelbereich der Temperatur Allgemein
RT + 3 °C RT + 6.5 °C RT + 9.5 °C RT + 13 °C RT + 16 °C

Examplinks: RT* = 21 °C 24 °C 27.5 °C 30.5 °C 34 °C 37 °C

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Kapitel 4 | Gerätebeschreibung

90 °C Dekontaminationsroutine
Die 90 °C Dekontaminationsroutine dient der Dekontamination des kompletten Arbeitsraums inklusive aller verbauten Komponenten und Sensoren. Dabei wird für 9 Stunden bei einer Temperatur von 90 °C eine feuchte und nasse Atmosphäre mit hoher dekontaminierender Wirkung geschaffen. Die Wirksamkeit der Dekontaminationsroutine wurde von unabhängigen Instituten geprüft und zertifiziert. Informationen zu diesen Prüfungen sind auf Anfrage bei VWR erhältlich. Der gesamte Programmdurchlauf der Dekontaminationsroutine dauert ca. 25 Stunden. Nach Abschluss des Durchlaufs muss das Gerät über die Autostartroutine wieder aktiviert werden.
NOTIZ!
Wärmeschutz:
Spricht der Thermoschutz des Gerätes an, kann die 90 °C-Dekontaminationsroutine erst gestartet werden, nachdem die Fehlerursache behoben bzw. zurückgesetzt wurde.

28 | CO2 Inkubator Basic

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Start-up
Vorbereitung des Arbeitsbereichs
Der Inkubator wird nicht steril ausgeliefert. Vor der ersten Inbetriebnahme muss das Gerät dekontaminiert werden. Vor der Dekontamination müssen folgende Nutzraumkomponenten gereinigt werden: Halteschienen Haltehaken Ablagen Nutzraumoberflächen Nutzraumdichtungen Glastür HINWEIS! Dekontamination: Details zur Reinigung und Desinfektion des Gerätes finden Sie im Kapitel 9 „Reinigung und Desinfektion“.
Montage des Regalsystems
Für die Montage des Regalsystems ist kein Werkzeug erforderlich. Die Trägerschienen werden durch Federdruck gesichert. Nach dem Einstecken der Trägerhaken in die Schiene werden die Regalböden auf die Trägerhaken geschoben.

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CO2 Inkubator Basic | 29

Kapitel 5 | Inbetriebnahme

Trägerschiene montieren/demontieren:

30 | CO2 Inkubator Basic

Abbildung 10 Montage/Demontage der Tragschiene
Die Auflageschienen werden seitlich durch Prägungen [2] und [5] gehalten und durch die Prägungen [1] und [6] gesichert. Die mit ( ) gekennzeichneten Auflageschienen werden mit den Verriegelungsfedern [3] nach oben an der Geräterückwand eingeschoben.
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Inbetriebnahme | Kapitel 5
1. Auflageschiene [4] auf der unteren Prägung [6] aufsetzen und zur Nutzraumseitenwand neigen, so dass die Schiene über den beiden Prägungen [5] und [2] steht.
2. Klamp Verriegelungsfeder [3] hinter der oberen Prägung [1]. 3. Zum Entfernen der Stützschienen die Verriegelungsfederlasche nach unten aus der Prägung ziehen und die Schiene herausnehmen. Montage der Regalstützen:

Abbildung 11 Montage der Regalträger/Blecheinlage
1. Die Regalträger [3] mit der Lasche nach unten in die Lochung [1] der Trägerschiene einstecken.
2. Achten Sie darauf, dass die beiden senkrechten Elemente [2] des Regalträgers bündig mit der Trägerschiene abschließen.
Montage der Regale:
1. Schieben Sie den Fachboden [4] mit der Kippsicherung [5] zur Geräterückwand zeigend auf die Fachbodenstützen. Die Kippsicherung [5] dient gleichzeitig als Führung für den Fachboden.
2. Fachboden leicht anheben, so dass die Entnahmesperre [6] über die Fachbodenstützen geführt werden kann.
3. Achten Sie darauf, dass die Regalstützen frei beweglich in den beiden Kippsicherungen sitzen.

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CO2 Inkubator Basic | 31

Kapitel 5 | Inbetriebnahme

Nivellieren des Gerätes:
1. Positionieren Sie eine Wasserwaage auf dem mittleren Regal.
2. Drehen Sie die verstellbaren Geräteständer mit dem mitgelieferten 24 mm Schraubenschlüssel, bis die Ablagefläche in allen Richtungen waagerecht steht. Führen Sie die Verstellung der Geräteständer von links nach rechts und von hinten nach vorne durch.
Gasanschluss
BEACHTEN!
Gasqualität:
CO2 muss folgende Eigenschaften aufweisen: Reinheit 99.5 % min.
oder medizinische Qualität
VORSICHT
Überdruck:
Der Betriebsdruck des am Gerät anliegenden Gases darf 1 bar nicht überschreiten. Wird das Gas mit höherem Druck zugeführt, können die im Gerät eingebauten Ventile möglicherweise nicht richtig schließen und die Regelung der Gaszufuhr kann beeinträchtigt werden! Stellen Sie die Gaszufuhr auf einen Bereich zwischen 0.8 bar min. und 1.0 bar max. ein und stellen Sie sicher, dass diese Druckeinstellung nicht verändert werden kann!
NOTIZ!
Druckausgleichsöffnung:
Um einen dauerhaften Druckausgleich zu gewährleisten, darf die Druckausgleichsöffnung nicht an eine Abluftanlage angeschlossen werden. Die Rohrleitung der Druckausgleichsöffnung darf nicht verlängert oder umgeleitet werden!
Zugangsport:
Wird die Durchführung nicht genutzt, muss diese während des Betriebs verschlossen werden!

32 | CO2 Inkubator Basic

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CO2-Anschluss:

Inbetriebnahme | Kapitel 5

Abbildung 12 Gasdruckschlauchinstallation
Die Gasversorgung des Gerätes vom Gasversorgungsnetz erfolgt über die mitgelieferten flexiblen Gasdruckschläuche:
1. Gasdruckschlauch [1] an die Muffe der Gasversorgungsanlage anschließen.
2. Schutzkappe [3] vom Sterilfilter entfernen.
3. Schlauch schiebenamp [2] auf Gasdruckschlauch aufstecken und Schlauch mit der Muffe [4] des Sterilfilters [5] verbinden.
4. Gasdruckschlauch mit Schlauchklemme an der Hülse des Sterilfilters befestigenamp.
Stromversorgungsanschluss
WARNUNG
Stromschlag:
Das Berühren stromführender Bauteile kann einen tödlichen Stromschlag verursachen. Bevor Sie das Gerät an die Stromversorgung anschließen, prüfen Sie Stecker und Anschlussleitung auf Beschädigungen. Verwenden Sie beim Anschluss des Gerätes an die Stromversorgung keine beschädigten Bauteile!
Das Gerät darf nur an einen vorschriftsmäßig installierten Fehlerstrom-Schutzschalter und eine geerdete Stromquelle angeschlossen werden: Absicherung: T 16 A Leistungsschalter: G 16

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CO2 Inkubator Basic | 33

Kapitel 5 | Inbetriebnahme

Anschluss an das Stromnetz:

Abbildung 13 Anschluss der Stromversorgung
1. Bevor Sie das Gerät an die Stromversorgung anschließen, prüfen Sie, ob die Lautstärketage des Netzteils mit den Angaben auf dem Typenschild an der Vorderseite des Gerätes übereinstimmt. Wenn die angegebenen Werte für Spannungtage (V) und Stromstärke (A) stimmen nicht, das Gerät darf nicht an die Stromversorgung angeschlossen werden.
2. Den Kaltgeräte-Stecker [2] mit der Buchse [1] am Steuerkasten des Gerätes verbinden.
3. Den Erdungsstecker [3] der Netzanschlussleitung an eine vorschriftsmäßig geerdete und abgesicherte Steckdose anschließen.
4. Stellen Sie sicher, dass das Stromanschlusskabel weder Zug- noch Druckkräften ausgesetzt ist.

34 | CO2 Inkubator Basic

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Inbetriebnahme | Kapitel 5
RS 232-Schnittstellenanschluss
Die RS 232-Schnittstelle ist für eine Kabelverbindung mit 9-poligen Steckern und einer Kontaktbelegung von 1:1 ausgelegt. Anschluss des Gerätes:

Abbildung 14 RS 232-Schnittstelle
1. Schalten Sie den PC aus.
2. Den Stecker [2] des seriellen Schnittstellenkabels [3] (nicht im Lieferumfang enthalten) mit der Buchse [1] der Versorgungsschnittstelle auf der Rückseite des Gerätes verbinden.
3. Den verbleibenden anderen Stecker [4] stecken Sie an einen freien Steckplatz COM 1/COM 2 usw. am PC.
4. Schalten Sie den PC ein.
Übertragungsprotokoll: Die Schnittstelle muss wie folgt konfiguriert sein: 9600 Baud, 8 Datenbits, 1 Stopbit, keine Parität.
Befehlssequenzen: Die Datenkommunikation wird durch eine definierte Struktur von Befehlssequenzen (Frames) erreicht.
Rahmenkonstruktion:
Befehl: Bit 0 – 3 = Datenfeldlänge in Byte Bit 4 – 7 = Befehl
Prüfsumme: BCC = 1 – Komplement (Befehl XOR Daten XOR … XOR Daten N XOR FFH)
Befehlsliste – Regelkreisdaten lesen 0110 0001 (61H) Daten: 0001 0000 (10H) für Temperatur während des Inkubationsbetriebs 0001 0001 (11H) für CO2

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CO2 Inkubator Basic | 35

Kapitel 5 | Inbetriebnahme

Geräteantwort für Temperatur und CO2 Daten: Nennwert x 10, (2 Bytes, Integer) Nennwert, (4 Bytes, Gleitkommazahl) Interne Verwendung, (5 Bytes für CO2, sonst 7 Bytes)
Befehlsliste – Fehlercodes anfordern Befehl: 1001 0000 (90H)

Daten: keine
Reaktion – Fehlercodes lesen
Der Mikroprozessor liefert insgesamt 10 Bytes (5 Integerwerte). Jeder Integerwert repräsentiert einen aktuellen Fehlercode im zugeordneten Regelkreis (Inkubationstemperatur, CO2-Gehalt, Allgemein). Der Fehlercode Allgemeiner Fehler gehört zu einem übergeordneten Fehler, der gleichzeitig in allen Anzeigen angezeigt wird (z. B. Fehlercode 99). Die Fehlercodes für Inkubationstemperatur und Dekontaminationstemperatur werden in der Temperaturanzeige angezeigt, die Codes für CO2 in der CO2-Anzeige. Der Wert „—“ zeigt an, dass aktuell kein Fehler vorliegt.

Fehlerhafte Antwort vom Steuergerät:
Ist eine zurückgesendete Antwort unvollständig oder fehlerhaft, antwortet die CPU mit einem NAK (15H, nur 1 Byte, ohne Frame). Andernfalls wird der Kommandocode (mit zugehöriger Längeninformation) als Antwort angesehen und die ggf. benötigten Daten werden übertragen.

Besonderheiten bei der Datenkommunikation:
Bei der Datenkommunikation zwischen PC und Mikrocontroller sind folgende Besonderheiten zu beachten: Der Mikroprozessor speichert einen int oder unsigned int Wert mit der Folge , im Speicher. Beim PC ist diese Reihenfolge umgekehrt. Der Mikrocontroller überträgt diese Werte in seinem Format, d. h. der PC muss die Reihenfolge der Bytes umkehren. Bei Floats gibt es keinen Unterschied.
Example: Temperaturdatenanforderung und -antwort

36 | CO2 Inkubator Basic

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Inbetriebnahme | Kapitel 5

Anschluss des Alarmkontaktes

BEACHTEN!

Fachmännische Arbeit:

VWR übernimmt die Gewährleistung für die Betriebssicherheit und Funktionsfähigkeit des Gerätes nur bei sachgemäßer Installation und Reparatur. Der Anschluss des Gerätes an ein externes Alarmsystem darf nur von entsprechend geschultem und autorisiertem Elektro-/Fernmeldefachpersonal durchgeführt werden!

Funktion:

Bei Störungen in den Temperatur- oder Gasregelkreisen wird eine Alarmmeldung an das angeschlossene Alarm-/Überwachungssystem ausgegeben. Die potentialfreien Kontakte (1 Wechsler) sind für folgende Stromkreise ausgelegt:

Schaltung Schaltungen mit System voltage SELV-Stromkreise (vgl. VDE 0100, Teil 410)
SELV-E-Stromkreise (vgl. VDE 0100, Teil 410)

Bandtagmax. 250 V ~ 25 V ~ 60 V = 50 V ~ 120 V =

Externe Absicherung max. 6 A max. 2 A max. 1 A max. 1 A max. 0.5 A

Alarmrelais

Betriebszustand Kein Fehler, Spannung aus Kein Fehler, Spannung ein Fehler X: Kontakt geschlossen / O: Kontakt geöffnet

Kontakt 4 – 1 XOX

Kontakt 4 – 3 OXO

NOTIZ!
Schaltstruktur:
Bei allen vom Gerät gemeldeten Störungen (Fühlerkreisunterbrechung, Abweichung vom Sollwert und Tür länger als 10 Minuten geöffnet) wechselt das Alarmrelais seinen Zustand!

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CO2 Inkubator Basic | 37

Kapitel 5 | Inbetriebnahme

Anschluss exampauf:

Abbildung 15 BspampAbbildung eines Verbindungsschemas
Der Stecker [5] für das Anschlusskabel ist im Lieferumfang enthalten. Die Werte für die BetriebslautstärketagDie Angaben zu den äußeren Schaltkreisen und zur Absicherung der Alarmanlage finden Sie in der Tabelle oben.
1. Die einzelnen Adern [1] bis [4] des Anschlusskabels entsprechend dem Schaltplan anschließen.
2. Den Stecker [5] des Alarmanlagen-Anschlusskabels mit der Schnittstelle [6] an der Steuerbox auf der Geräterückseite verbinden.

38 | CO2 Inkubator Basic

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6

Betrieb

Gerät vorbereiten

Erst wenn alle wesentlichen Maßnahmen zur Inbetriebnahme durchgeführt wurden (siehe Kapitel 5 „Inbetriebnahme“), darf das Gerät für den Betrieb freigegeben werden.

Vor der Inbetriebnahme müssen folgende Gerätekomponenten auf ihre ordnungsgemäße Funktion überprüft werden:

Gasschläuche müssen fest auf dem Anschlussfilter sitzen und mit einer Schlauchklemme gesichert sein.amp.

Der Zugangsanschluss muss verschlossen werden.
Die Druckausgleichsöffnung muss durchlässig sein, deren Einsatz muss im Nutzraum angebracht sein.

Die Glastürdichtung darf nicht beschädigt werden. Die Glastür-Messöffnung muss abgedeckt sein. Die Regalsystemkomponenten müssen sicher montiert sein.

NOTIZ!

Hygienevorschriften:

Vor jedem Betrieb ist durch den Anwender eine Reinigung und Desinfektion des Arbeitsplatzes gemäß den vom Betreiber vorgegebenen Hygienevorschriften zum Schutz der Kulturen erforderlich.

Wasserversorgung:

Die Wasserwanne des Arbeitsraumes kann bis zu 3.0 l aufbereitetes Wasser aufnehmen. Halten Sie bei laufendem Betrieb immer eine ausreichende Menge aufbereiteten Wassers folgender Qualität bereit:

Demineralisiert und destilliert oder autoklaviert zur Sterilisation oder Vollständig deionisiert und destilliert oder autoklaviert zur Sterilisation

Bei Unterschreiten der Wasserstandsuntergrenze Wasser nachfüllen!

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CO2 Inkubator Basic | 39

Kapitel 6 | Bedienung

Inbetriebnahme
Gerät starten und laden: 1. Wasserbehälter mit max. 3.0 l aufbereitetem Wasser füllen. Obere Füllstandsmarkierung nicht überschreiten. 2. Sicherstellen, dass das Ventil der CO2-Versorgung geöffnet ist. 3. Gerät mit dem Netzschalter einschalten. 4. Sollwerte für Temperatur und CO2-Gehalt am Bedienfeld einstellen. 5. Arbeitsraum lüften, indem beide Gerätetüren geöffnet bleiben, bis akustischer Alarm ertönt. 6. Gerät per Autostartroutine starten. 7. Gerätetüren schließen. 8. Die Temperaturregelung regelt die Temperatur auf den eingestellten Sollwert, die Luftfeuchtigkeit steigt. 9. Bei konstanter Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit erfolgt die automatische Anpassung des CO2
Messsystem wird durchgeführt. 10. Die Anzeige „Auto-Start“ erlischt. 11. Die CO2-Steuerung liefert die eingestellte Menge CO2. 12. Das Gerät ist betriebsbereit. 13. Arbeitsraum mit Kulturen beladen. HINWEIS! Dauer der Auto-Start-Routine: Bei kaltem Gerät und niedriger Umgebungstemperatur kann die Auto-Start-Routine bis zu 10 Stunden dauern! Beladung: Um eine ausreichende Luftzirkulation und eine gleichmäßige Erwärmung des S zu gewährleistenampDie Ladefläche im Nutzraum sollte maximal zu 70% ausgenutzt werden. Große, wärmeableitende Gegenstände im Nutzraum können die Wärmeverteilung beeinträchtigen!

40 | CO2 Inkubator Basic

VWR

7
Handhabung und Steuerung
Netzschalter
Abbildung 16 Netzschalter
Der Netzschalter ist, je nachdem auf welcher Seite die Türscharniere montiert sind, in der Frontabdeckung eines der vorderen Gerätefüße integriert. [1] Netzschalter [2] Frontabdeckung Gerät einschalten: Netzschalter [1] drücken, die Schalterbeleuchtung leuchtet. Gerät ausschalten: Netzschalter drücken, die Schalterbeleuchtung erlischt.

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CO2-Inkubator Basic41

Kapitel 7 | Handhabung und Steuerung

Bedienfeld
Das Bedienfeld ist in drei Funktionsbereiche unterteilt: 2 Displays, die numerische Werte für Temperatur und CO2-Gehalt anzeigen 8 Tasten zur Funktionsauswahl und Dateneingabe 6 LEDs, die Funktionen oder Betriebszustände anzeigen

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3

18

10

11

9

12

7

16

8

5

14

6

13

15

Abbildung 17 Bedienfeld
[3] Temperature display [5] Key for setting temperature nominal value [6] Key for increasing value [7] Key for reading failure codes / stopping acoustic alarm [8] Key for activating auto-start [9] LED for indicating door (open door) [10] LED for indicating active auto-start [11] LED for indicating active over-temperature protection [12] LED for indicating active optional 90 °C decontamination routine [13] Key for starting optional decontamination routine [14] Key for starting cal function [15] Key for reducing value [16] Key for setting CO2 nominal value [18] CO2 display

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Handhabung und Steuerung | Kapitel 7
Kontroll-Selbsttest
Nach dem Einschalten des Gerätes durchläuft die Steuerung eine Testroutine. 1. Gerät einschalten
Netzschalter drücken. Alle Anzeigen auf dem Bedienfeld leuchten auf, alle Displays zeigen den Zahlenwert 8 an, um anzuzeigen, dass die Testroutine ausgeführt wird
Die Temperaturanzeige zeigt eine dreistellige Nummer für die entsprechende Baugruppe/Parametersatz an: P 1: Bedien- und Anzeigeplatine P 2: Messzelle P 3: Hauptplatine P n: Parameternummer Die CO2-Anzeige zeigt die Softwareversion/Geräteversion an.

2. Prüfroutine abgeschlossen Die Temperaturanzeige zeigt den aktuellen Temperaturwert, die CO2-Anzeige zeigt den aktuellen CO2-Wert.

HINWEIS! Werkseitige Voreinstellungen: Bei Auslieferung des Gerätes sind folgende Sollwerte eingestellt: Temperatur: 37 °C CO2-Gehalt: 0.0%

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CO2 Inkubator Basic | 43

Kapitel 7 | Handhabung und Steuerung

Einstellen des Temperatursollwertes

1. Nennwert angeben:

Drücken Sie die

Schlüssel.

Die Temperaturanzeige zeigt den aktuellen Sollwert an.

2. Geben Sie den Nominalwert ein:

Der Sollwert kann schrittweise erhöht oder verringert werden, bei gedrückter Taste wechselt die UP/DOWN-Funktion in eine schnelle Erhöhung/Verringerung, nach ca. 3 Sekunden erfolgt eine erneute Erhöhung/Verringerung.

So erhöhen Sie den Nennwert:

Drücken Sie die

+

Tasten.

So reduzieren Sie den Nennwert:

Drücken Sie die

+

Tasten.

3. Sollwert übernehmen und speichern:

Lassen Sie beide Tasten los.

Die Temperaturanzeige zeigt den aktuell gemessenen Istwert im Nutzraum an.

CO2-Sollwert einstellen
1. Nennwert angeben:

Drücken Sie die

Schlüssel.

Die CO2-Anzeige zeigt den aktuellen Sollwert an. 2. Sollwert eingeben:

Der Sollwert kann schrittweise erhöht oder verringert werden, bei gedrückter Taste wechselt die UP/DOWN-Funktion in eine schnelle Erhöhung/Verringerung, nach ca. 3 Sekunden erfolgt eine erneute Erhöhung/Verringerung.

Drücken Sie die

+

Tasten.

So reduzieren Sie den Nennwert:

Drücken Sie die

+

Tasten.

3. Sollwert übernehmen und speichern:

Lassen Sie beide Tasten los.

Die CO2-Anzeige zeigt den aktuell im Nutzraum gemessenen Sollwert an.

44 | CO2 Inkubator Basic

VWR

Handhabung und Steuerung | Kapitel 7

Aktivieren der Autostart-Routine

Die Autostart-Funktion ist eine automatisierte Routine zum Starten und anschließenden Einstellen des CO2-Messsystems. Nach dem Start regelt die Gerätesteuerung die Temperatur auf den eingestellten Sollwert, während Feuchtigkeit erzeugt wird. Wenn Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit konstante Werte erreicht haben, wird das CO2-Messsystem automatisch auf diese Werte eingestellt und der Arbeitsraum mit der voreingestellten Menge CO2 versorgt.
NOTIZ!

Anwendung der Routine:

Um die angegebene Genauigkeit des CO2-Messsystems zu gewährleisten, sollte das Gerät nach einer Änderung der Solltemperatureinstellung um mehr als 1 °C oder nach längeren Betriebsunterbrechungen des Gerätes immer mit der Autostartroutine gestartet werden. Die Autostartroutine sollte mindestens alle drei Monate anlässlich von Reinigungs- und Wartungsarbeiten ausgeführt werden.

Der Ablauf der Routine dauert üblicherweise 5 bis 7 Stunden. Bei niedrigen Raumtemperaturen und kaltem Gerät kann es bis zu 10 Stunden dauern, bis die Autostart-Routine abgeschlossen ist. Wird während des Ablaufs die Glastür geöffnet oder die Stromzufuhr des Gerätes unterbrochen, wird die Routine unterbrochen und nach dem Schließen der Glastür und Wiederherstellen der Stromzufuhr erneut ausgeführt.

Zu Beginn der Autostartroutine darf die Arbeitsraumatmosphäre nur aus Umgebungsluft bestehen. Die Bodenwanne muss mit ausreichend Wasser gefüllt sein!

1. Beide Türen öffnen, bis nach 30 Sekunden der akustische Alarm ertönt:

Auf den Anzeigen blinken alle aktuellen Istwerte, die LED „Tür“ leuchtet, nach 30 Sekunden ertönt der akustische Alarm.

2. Nennwerte eingeben:

Siehe Abschnitte „Temperatur-Sollwert einstellen“ und „CO2-Sollwert einstellen“.

3. Aktivieren Sie die Autostart-Routine:

Behalten Sie den Schlüssel

5 Sekunden lang gedrückt halten.

Die Autostart-LED blinkt.

4. Alle Gerätetüren schließen:

Die Temperaturanzeige zeigt den Ist-Wert, die CO2-Anzeige zeigt „run“, die „door“-LED erlischt.

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CO2 Inkubator Basic | 45

Kapitel 7 | Handhabung und Steuerung

5. Autostart-Routine abbrechen:

Behalten Sie die

5 Sekunden lang gedrückt halten.

Die Anzeige kehrt zum Normalbetrieb (Inkubationsbetrieb) zurück.

NOTIZ!

Abbrechen der Routine:

Die Autostartroutine kann jederzeit abgebrochen werden!

Fehlercode:

Der Abbruch der Routine wird durch einen entsprechenden Fehlercode angezeigt. Eine Liste und Beschreibung der Codes finden Sie im Abschnitt „Fehlercodeliste“.

Fehlercodes lesen
Das Gerät ist mit einem Fehlerdiagnosesystem ausgestattet. Dieses System erkennt Störungen während des Betriebs und ermöglicht die Zuordnung der Fehlerursachen durch numerische Codes. Die Fehlererkennung wird durch einen akustischen und einen optischen Alarm am Bedienfeld angezeigt. Das Diagnosesystem speichert die letzten 10 Störungen in der Reihenfolge ihres Auftretens. Die Fehlertabelle kann angefordert und gelesen werden.
Sollte sich die Ursache einer Störung nicht beheben lassen, halten Sie bitte bei Kontaktaufnahme mit dem Technischen Service den Fehlercode und die Seriennummer des Gerätes bereit.

NOTIZ!
Antwortverzögerung:
Um zu verhindern, dass es während des Betriebs des Inkubators durch kurzfristige Änderungen der Betriebsbedingungen zu wiederholten Fehlermeldungen kommt, verfügt das Diagnosesystem über eine Ansprechverzögerung:
Nach Änderung der Sollwerte: max. 152 min
Nach Öffnen der Glastür: max. 45 min
Andere Fehlerursachen: max. 1 min!
Verzögerungszeit zurücksetzen:
Wird der eingestellte Sollwert im angegebenen Zeitraum erreicht, wird die Verzögerungszeit auf 1min zurückgesetzt!

46 | CO2 Inkubator Basic

VWR

Handhabung und Steuerung | Kapitel 7

Fehlerursache:

Bei einer Reduzierung des Temperatursollwertes und/oder des CO2-Sollwertes kann es aufgrund der langsamen Reaktionszeit der Atmosphäre im Nutzraum zu einer Fehlermeldung (Code 101/201) kommen. Daher sollten bei einer Reduzierung der Sollwerte die Gerätetüren für einige Zeit geöffnet werden.

1. Der akustische Alarm ertönt:

2. Akustischen Alarm stummschalten: Drücken Sie eine beliebige Taste. Der akustische Alarm wird stummgeschaltet.

3. Codes lesen:

Behalten Sie die

Taste gedrückt.

Wenn kein Fehler erkannt wird, werden auf jeder Anzeige drei Bindestriche angezeigt.

Wenn das System einen Fehler erkennt, wird auf dem Display, das dem entsprechenden Steuerkreis zugeordnet ist, ein Fehlercode angezeigt. Beispiel:ampHinweis: Zeigt die Temperaturanzeige den Fehlercode 101, wurde ein Fehler im Temperaturregelkreis erkannt.

NOTIZ!

Fehlercodes:

Eine Liste und Beschreibung der Fehlercodes finden Sie in der Fehlercodeliste in diesem Abschnitt!

4. Blättern Sie durch die Fehlercodetabelle:

Zum Lesen gespeicherter Fehlercodes aus der Fehlercodetabelle.

Behalten Sie die

Taste gedrückt.

Zum Scrollen halten Sie die

or

Taste gedrückt.

VWR

CO2 Inkubator Basic | 47

Kapitel 7 | Handhabung und Steuerung

Die Temperaturanzeige zeigt die letzten 10 Fehlercodes an, die registriert wurden. Die CO2-Anzeige zeigt die Nummer des einzelnen Fehlercodes innerhalb der Tabelle an.

5. Verlassen Sie die Fehlercodetabelle:

Lassen Sie den

Schlüssel.

Die Temperatur- und CO2-Anzeigen zeigen die aktuellen Ist-Werte an.

6. Löschen Sie die Fehlercodetabelle:

Behalten Sie die

+

5 Sekunden lang gedrückt halten.

Die Temperatur- und CO2-Anzeigen blinken, um anzuzeigen, dass die Fehlertabelle gelöscht wurde.

48 | CO2 Inkubator Basic

VWR

Handhabung und Steuerung | Kapitel 7

Fehlercodeliste
Code Beschreibung Keine Werte angezeigt

42

NV-RAM-Lesefehler

43

NV-RAM-Lesefehler

44

NV RAM defekt

54

Stellgröße

Versagen

55

I2C-Busfehler

66

Temperaturabweichung

Sensoren voneinander

77

CO2-Kalibrierungsbereich überschritten

88

Fehler beim Autostart

99

Gerätetüren öffnen sich

100

Temperatur unten

Nennwert

101

Temperatur oben

Nennwert

104

Temperatursensor

fehlerhaft

200

CO2 unter Sollwert

201

CO2 über Nennwert

204

CO2 Messzelle

fehlerhaft

500

Temperatur ca. 90°C

Zeit unter Nennwert

501

Temperatur ca. 90°C

Zeit über Nennwert

502

Fehler im 90°C-Routine

Ursache
Kommunikation zwischen Display und CPU-Hauptplatine fehlerhaft
NV RAM fehlerhaft, Standardwerte geladen
NV RAM fehlerhaft, gespiegelte Werte geladen
CO2-Messzellenwerte werden nicht überschrieben, Gerät arbeitet mit Standardwerten
Berechnungsfehler, Gerät hat RESET durchgeführt
Datenübertragung fehlerhaft, Messwertqualität unter 50% gesunken

Plausibilität des Temperatursignals fraglich
Max. Einstellwert überschritten
Gesamtzeit abgelaufen oder max. Einstellwert überschritten
Türen länger als 10 Minuten geöffnet, Türschalter
Istwert < Sollwert 1 °C
Istwert > Sollwert +1 °C

Sensorkreis offen/kurzgeschlossen
Istwert < Sollwert 1% Kein CO2 Vordruck niedrig Zuleitung verstopft
Istwert > Sollwert +1% Vordruck hoch
Sensorkreis offen/kurzgeschlossen
Tatsächlicher Wert < 85°C
Tatsächlicher Wert > 85°C
Stromausfall während der Heiz- oder Haltephase

Reparatur Kontakt Service
Service benachrichtigen
Service benachrichtigen
Service benachrichtigen
Service benachrichtigen

Störquelle beseitigen, z. B. Mobiltelefon
Service benachrichtigen
Service benachrichtigen
Autostart wiederholen

Gerätetüren schließen, Türschalter auf Funktion prüfen Service kontaktieren
Umgebungstemperaturgrenze nicht überschreiten. Service kontaktieren.
Gasversorgung prüfen: Neue Gasflasche anschließen Vordruck auf 1 bar erhöhen Zuleitung zum Gerät prüfen Gasversorgung prüfen: Vordruck auf 1 bar reduzieren Service kontaktieren
Dekontaminationsroutine wiederholen, bei Bedarf Service kontaktieren Service kontaktieren
Alarm durch Drücken der Taste 90°C (2 mal 5 Sek.) stummschalten, danach Routine neu starten

VWR

CO2 Inkubator Basic | 49

Kapitel 7 | Handhabung und Steuerung

Thermoschutz zurücksetzen
1. Die LED „Thermoschutz aktiv“ leuchtet:
2. Gerät ausschalten: Ein-/Ausschalter betätigen. Alle Anzeigen erlöschen.
3. Gerät wieder einschalten: Netzschalter drücken.

BEACHTEN!
Wärmeschutz:
Wenn die Störungsursache (z. B. zu hohe Temperatur im Operationssaal) behoben wurde, wird das Gerät nach dem Wiedereinschalten in den normalen Inkubationsbetrieb versetzt. Kann die Störungsursache nicht durch einfache Maßnahmen (z. B. durch Lüften des Raumes oder durch Absenken der Temperatur im Operationssaal) behoben werden, spricht der Thermoschutz sofort wieder an; kontaktieren Sie in diesem Fall den Technischen Service!

Gerät herunterfahren
WARNUNG Kontaminationsgefahr: Bei kontaminierten Arbeitsraumoberflächen können Keime in die Umgebung des Gerätes gelangen. Bei einer Außerbetriebnahme muss das Gerät dekontaminiert werden! 1. Kulturgefäße und sämtliches Zubehör aus dem Arbeitsraum entfernen. 2. Wasser aus dem Wasserreservoir abpumpen. 3. Arbeitsraum reinigen, dekontaminieren und Gerät trockenwischen.
Schalten Sie das Gerät mit dem Netzschalter aus
4. Netzstecker ziehen und gegen unbeabsichtigtes Wiedereinstecken sichern. 5. Absperrventile der CO2-Versorgung schließen. 6. Gasdruckschläuche von der Muffe an der Geräterückseite abziehen. 7. Bis zur Außerbetriebnahme des Gerätes muss der Arbeitsraum ständig belüftet werden: Glas
Tür und Außentür öffnen und in diesem Zustand fixieren.

VWR

CO2 Inkubator Basic | 51

Kapitel 8 | Stilllegung

52 | CO2 Inkubator Basic

VWR

9

Reinigung und Desinfektion

Dekontaminationsverfahren
Der Betreiber muss Hygienevorschriften zur Dekontamination des Gerätes entsprechend der Anwendung des Gerätes erstellen.
Wisch-/Sprühdesinfektion: dient als standardisiertes manuelles Desinfektionsverfahren für das Gerät und sämtliches Zubehör.

Wisch-/Sprühdesinfektion

Die Wisch-/Sprühdesinfektion erfolgt in drei stages: Vordesinfektion Reinigung Enddesinfektion

Empfohlene Reinigungs- und Desinfektionsmittel:

BEACHTEN!

Unverträgliche Reinigungsmittel:

Einige Geräteteile bestehen aus Kunststoff. Lösungsmittel können Kunststoffe anlösen. Starke Säuren oder Basen können zur Versprödung der Kunststoffe führen. Verwenden Sie zur Reinigung der Kunststoffteile und -oberflächen keine kohlenwasserstoffhaltigen Lösungsmittel, Reinigungsmittel mit einem Alkoholgehalt von mehr als 10 % oder starke Säuren und Basen!

Chloridhaltige Desinfektionsmittel:

Chloridhaltige Desinfektionsmittel können Edelstahl angreifen. Verwenden Sie nur Desinfektionsmittel, die Edelstahl nicht angreifen!

Verwenden Sie keine Natriumhypochloritlösungen wie Purex und Clorox. Diese können Korrosion und Lochfraß im Edelstahl verursachen.

Verwenden Sie keine Stahlholzpads wie Brillo. Diese Pads hinterlassen Kohlenstoffpartikel im Arbeitsbereich.

VWR

CO2 Inkubator Basic | 53

Kapitel 9 | Reinigung und Desinfektion

54 | CO2 Inkubator Basic

Alkoholische Desinfektionsmittel:
Desinfektionsmittel mit einem Alkoholgehalt von mehr als 10 % können in Verbindung mit Luft leicht brennbare und explosive Gasgemische bilden. Vermeiden Sie bei der Verwendung solcher Desinfektionsmittel offene Flammen oder übermäßige Hitzeeinwirkung während des gesamten Desinfektionsvorgangs! Verwenden Sie solche Desinfektionsmittel nur in ausreichend belüfteten Räumen. Wischen Sie die gereinigten Geräteteile nach dem Einwirken des Desinfektionsmittels ab.
gründlich trocknen! Beachten Sie die Sicherheitsvorschriften zur Vermeidung von Brand- und/oder Explosionsgefahr durch alkoholhaltige
Desinfektionsmittel!

Empfohlenes Desinfektionsmittel:
Ein von VWR empfohlenes Flächendesinfektionsmittel kann unter folgenden Teilenummern bestellt werden: Sprühflasche, 250 ml: Teile-Nr.: 50052425 Nachfüllflasche, 500 ml: Teile-Nr.: 50051939

NOTIZ!
Beschreibung Desinfektionsmittel:
Details zu Wirkungsgraden und Zulassungen erhalten Sie auf Anfrage!
Vorbereitung der manuellen Wisch-/Sprühdesinfektion:

WARNUNG!
Stromschlag:
Das Berühren stromführender Teile kann einen tödlichen Stromschlag verursachen. Vor Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten das Gerät vom Stromnetz trennen! Gerät mit dem Netzschalter ausschalten. Netzstecker ziehen und gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten sichern. Spannungsfreiheit des Gerätes prüfen!

VORSICHT!
Gefahr für die Gesundheit:
Die Oberflächen des Arbeitsraums können kontaminiert sein. Kontakt mit kontaminierten Reinigungsflüssigkeiten kann Infektionen verursachen. Desinfektionsmittel können gesundheitsschädliche Substanzen enthalten. Beachten Sie beim Reinigen und Desinfizieren unbedingt die Sicherheitshinweise und Hygienevorschriften! Tragen Sie Schutzhandschuhe. Tragen Sie eine Schutzbrille. Tragen Sie Mund- und Atemschutz zum Schutz der Schleimhäute. Beachten Sie die Sicherheitshinweise des Herstellers des Desinfektionsmittels und des Hygienemittels.
Experten!
VWR

Reinigung und Desinfektion | Kapitel 9
Abpumpen des Wassers aus der Wasserschale: Zur Standardausstattung des Gerätes gehört eine mechanische Saugpumpe zum Abpumpen des Wassers aus der Wasserschale. Der Wasserablauf erfolgt durch Schwerkraft.

1. Stellen Sie die Wasserpumpe [1] auf das unterste Regal [5].
2. Führen Sie den Zulaufschlauch [4] durch eine Öffnung [7] der untersten Ablage zum Wasserbehälter [8].
3. Bereiten Sie einen Eimer vor [2].
4. Saugen Sie das Wasser an, pumpen Sie dazu die Wasserpumpe am Handgriff [6] etwa vier Mal, bis Wasser im Ablaufschlauch fließt.
5. Lassen Sie das Wasser durch die Schwerkraft in den Eimer [2] laufen.
6. Wischen Sie das restliche Wasser mit einem Tuch von der Bodenplatte des Wasserbehälters ab.

Vordesinfektion:
1. Entfernen Sie alle sampDateien aus dem Arbeitsbereich und bewahren Sie diese an einem sicheren Ort auf.
2. Sprühen Sie Desinfektionsmittel auf die Oberflächen des Arbeitsplatzes und des Zubehörs oder wischen Sie die Oberflächen mit Desinfektionsmittel sauber.
3. Desinfektionsmittel gemäß Herstellerangaben einwirken lassen.

NOTIZ!
CO2-Sensor: Kein Desinfektionsmittel auf den CO2-Sensor in der Grundplatte der Messzelle sprühen! Zubehör und Ablagesystem entfernen:
1. Entfernen Sie alle Regalböden und entfernen Sie anschließend das gesamte Regalsystem aus dem Arbeitsbereich. Informationen zum Entfernen und Installieren des Regalsystems finden Sie im Kapitel 5 „Inbetriebnahme“.
2. Bei Bedarf das Gebläserad und dessen Abdeckung von der Grundplatte der Messzelle abnehmen. Das Rad und die Abdeckung können autoklaviert werden.

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CO2 Inkubator Basic | 55

Kapitel 9 | Reinigung und Desinfektion
Gebläserad und Abdeckung demontieren:

56 | CO2 Inkubator Basic

Abbildung 18 Gebläserad und Abdeckung demontieren
1. Die beiden Befestigungsschrauben [3] der Abdeckung mit Hilfe des mitgelieferten Innensechskantschlüssels (3 mm) lösen und die Abdeckung abnehmen.
2. Das Gebläserad [1] ist mit einer Stellschraube [2] auf der Achse befestigt. Stellschraube mit Innensechskantschlüssel (2 mm) lösen und Gebläserad abziehen.

HINWEIS! Funktionskontrolle: Nach der Montage prüfen, ob das Gebläserad fest auf der Achse sitzt und sich frei drehen lässt, dann Deckel mit Schrauben festschrauben! Reinigung des Arbeitsraums und des Zubehörs: 1. Schmutzrückstände und Ablagerungen mit einer Lösung aus lauwarmem Wasser und Spülmittel gründlich entfernen
2. Oberflächen mit sauberem Tuch und reichlich klarem Wasser sauber wischen. 3. Reinigungsflüssigkeit aus der Wasserschale entfernen und alle Oberflächen der Arbeitsfläche gründlich trocken wischen. 4. Zubehör gründlich trocken wischen. Abschließende Desinfektion: 1. Regalsystem und Zubehör montieren. 2. Oberflächen der Arbeitsfläche und des Zubehörs erneut mit Desinfektionsmittel besprühen oder abwischen.
Oberflächen mit Desinfektionsmittel reinigen. 3. Desinfektionsmittel gemäß Herstellerangaben einwirken lassen.
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Reinigung und Desinfektion | Kapitel 9
90 °C Dekontaminationsroutine
Der gesamte Programmdurchlauf der Dekontaminationsroutine dauert ca. 25 Stunden. VORSICHT Heiße Oberfläche: Die Oberflächen von Türaußengriff, Nutzraum, insbesondere die Glastürbeschläge und das Innenblech der Außentür, werden während der Dekontaminationsroutine erhitzt. Während des Routinedurchlaufs oder unmittelbar danach beim Berühren dieser Oberflächen unbedingt Schutzhandschuhe tragen; Warnanzeige am Bedienfeld beachten! 1. Nach der Reinigung die Regalsystemkomponenten wieder in den Nutzraum einsetzen. 2. Wasserschale mit 350 ml aufbereitetem Wasser füllen. 3. Gerät am Netzschalter einschalten. 4. Dekontaminationsroutine aktivieren. 5. Nach Abschluss der Dekontaminationsroutine das restliche Wasser mit einem
steriles Tuch. 6. Gerät ausschalten oder Gerätebetrieb über Autostartroutine neu starten. HINWEIS! Dauer der Autostartroutine: Bei kaltem Gerät und niedrigen Umgebungstemperaturen kann die Autostartroutine bis zu 10 Stunden dauern.
90 °C Dekontamination Routineverfahren

Abbildung 19 Routineverfahren zur Dekontamination bei 90 °C
Die Routine ist in vier Phasen unterteilt. Jede einzelne Phase oder mehrere Phasen können abgebrochen (also übersprungen) werden. Wird der Bedienschritt „Dekontaminationsroutine abbrechen“ ausgeführt, springt die Routine zur nächsten Programmphase. Um die Routine komplett abzubrechen, muss der Bedienschritt so oft ausgeführt werden, bis die Restlaufzeitanzeige den Wert 0 anzeigt. Beim Öffnen der Glastür bricht dieser Bedienschritt die Routine komplett ab.

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CO2 Inkubator Basic | 57

Kapitel 9 | Reinigung und Desinfektion

Die Restlaufzeit der Dekontaminationsroutine bezeichnet den Zeitraum zwischen dem Start bzw. dem aktuellen Zeitzustand der Routine und der Abkühlung auf den voreingestellten Temperatur-Sollwert (± 2° C).
Aufheizphase: Restlaufzeit ca. 25 Stunden. A Der Nutzraum wird auf eine Temperatur von 90° C aufgeheizt, wobei eine erhöhte relative Luftfeuchtigkeit entsteht. Die aktuelle Dekontaminationstemperatur wird auf der Temperaturanzeige angezeigt.
Dekontaminationsphase: Restlaufzeit ca. 23 Stunden. Nach dem Aufbau der Dekontaminationsatmosphäre wird die Dekontaminationsphase mit einer Laufzeit von 9 Stunden gestartet. Wird während dieser Zeit die Tür geöffnet, wird die Dekontaminationsroutine automatisch neu gestartet, sobald die Tür geschlossen wurde.

Abkühlphase: Restlaufzeit ca. 14 Std. Das Gerät kühlt ab bis der ursprünglich eingestellte Temperatursollwert erreicht ist.
Nachheizphase: Restlaufzeit ca. 3 Std. Während der Nachheizphase wird Kondensat im Geräteinneren weitestgehend beseitigt, restliches Kondensat sammelt sich am Boden des Nutzraumes.

Aktivierung der 90 °C Dekontaminationsroutine

Füllen Sie die Wasserschale vor dem Ausführen der Dekontaminationsroutine mit 300 ml Wasser.

1. Schalten Sie das Gerät ein:
Netzschalter drücken.
Alle Anzeigen auf dem Bedienfeld leuchten. Die Softwareversion wird auf der Temperaturanzeige und auf der CO2-Anzeige angezeigt.
2. Arbeitsraum lüften:

Öffnen Sie beide Türen, bis nach 30 Sekunden der akustische Alarm ertönt. Auf den Anzeigen blinken die aktuellen Istwerte, die Tür-LED leuchtet, nach 30 Sekunden ertönt der akustische Alarm.

3. Starten Sie die Routine:

Behalten Sie die

-Taste 5 Sekunden gedrückt halten.

Die 90 °C-LED blinkt.
Schließen Sie die Gerätetüren:
Der aktuelle Wert wird in der Temperaturanzeige angezeigt. Die verbleibende Laufzeit wird in der CO2-Anzeige angezeigt. Die Tür-LED erlischt.

58 | CO2 Inkubator Basic

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Reinigung und Desinfektion | Kapitel 9

4. Vervollständigen Sie die Routine:

Behalten Sie die

-Taste 5 Sekunden gedrückt halten.

Die Anzeige kehrt zum normalen Betriebszustand (Inkubationsbetrieb) zurück.

Abbrechen der 90 °C-Dekontaminationsroutine

1. Eine Routinephase abbrechen:

Behalten Sie die

-Taste 5 Sekunden gedrückt halten.

Die Routine geht in die nächste Phase über.
2. Brechen Sie die Routine vollständig ab:
Um die Routine komplett abzubrechen, muss jede Phase einzeln durch Drücken der Taste übersprungen werden, bis eine Restlaufzeit von 0 Stunden angezeigt wird.
Beim Überspringen der letzten Phase (Nachheizphase) wird die Routine komplett abgebrochen.

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CO2 Inkubator Basic | 59

Kapitel 9 | Reinigung und Desinfektion

60 | CO2 Inkubator Basic

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10

Wartung

Inspektionen und Kontrollen
Um die Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit des Gerätes zu gewährleisten, müssen die unten aufgeführten Funktionen und Gerätekomponenten in unterschiedlichen Zeitabständen überprüft werden.
Tägliche Kontrolle: Gasversorgung der CO2-Versorgungsanlage Jährliche Kontrolle: Dichtheit der Glastürdichtung Durchlässigkeit der Druckausgleichsöffnung mit Einsatz Funktionsprüfung des Bedienpanels und der Gerätesteuerung Elektrische Sicherheitsprüfung nach den entsprechenden nationalen Vorschriften (z. B. VBG 4)
NOTIZ!
Funktionsprüfung:
Wurden Sicherheitseinrichtungen für Revisionen entfernt oder außer Funktion gesetzt, darf das Gerät erst wieder in Betrieb genommen werden, nachdem die Sicherheitseinrichtungen wieder eingebaut und auf ihre korrekte Funktion geprüft wurden!

Wartungsintervalle
Bei Normalbetrieb müssen folgende Wartungsroutinen durchgeführt werden: Wöchentlicher Service: Wasserbehälter des Arbeitsbereichs mit frischem aufbereitetem Wasser auffüllen. Dreimonatiger Service: Autostartroutine ausführen. Temperatur- und CO3-Kalibrierung durchführen.

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CO2 Inkubator Basic | 61

Kapitel 10 | Wartung

Jährlicher Service:
Sterilfilter ersetzen
NOTIZ!
Dienstleistungsvertrag:
VWR bietet einen gerätespezifischen Servicevertrag an, der alle notwendigen Prüf- und Servicearbeiten beinhaltet!

Vorbereitung der Temperaturkalibrierung
Um den genauen Messwert des integrierten Temperatursensors zu ermitteln, muss alle drei Monate eine Temperaturvergleichsmessung durchgeführt werden.
Wird bei dieser Überprüfung eine größere Temperaturabweichung festgestellt, ist eine Temperaturkalibrierung erforderlich. Dabei wird die Temperaturregelung des Gerätes auf den bei der Temperaturvergleichsmessung gemessenen Wert eingestellt. Verwenden Sie für diese Prüfung ein kalibriertes Messgerät mit einer Genauigkeit von ± 0.1 °C. Um kurzzeitige Temperaturschwankungen während der Messung zu minimieren, wird das Messgerät in einem isothermen Gefäß (z. B. einer mit Glycerin gefüllten Schüssel) in den Arbeitsraum gestellt. Der Mittelpunkt des Arbeitsraums ist der Referenzort für die Vergleichsmessung.
NOTIZ!
Isothermbehälter:
Verwenden Sie keinen mit Wasser gefüllten Behälter als Thermobehälter, da die Verdunstung des Wassers zu einer niedrigeren Temperaturanzeige führt!

62 | CO2 Inkubator Basic

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Vorgehensweise bei der Vergleichsmessung:

Wartung | Kapitel 10

Abbildung 20 Temperaturkalibrierung
1. Gerät mit dem Netzschalter einschalten.
2. Temperatursollwert einstellen und Gerät aufheizen lassen. Dies kann mehrere Stunden dauern.
3. Messgerät [3] auf den mittleren Bereich A des Nutzraums legen. Alternativ kann an dieser Stelle auch ein Temperatursensor platziert werden. Das Anschlusskabel entweder durch die Messöffnung [2] in der Glastür oder durch die Durchführung [1] an der Geräterückseite führen.
4. Türen schließen.
5. Warten Sie, bis sich der angezeigte Temperaturwert am Messgerät stabilisiert hat.
6. Kalibrieren Sie die Temperaturregelung wie im Abschnitt „Temperaturkalibrierungsverfahren“ beschrieben.

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CO2 Inkubator Basic | 63

Kapitel 10 | Wartung
64 | CO2 Inkubator Basic

Messung zample: Temperatursollwert: 37 °C Referenztemperatur: 36.4 °C
HINWEIS! Zu hohe Arbeitsraumtemperatur: Eine zu hohe Arbeitsraumtemperatur nach der Kalibrierung kann durch Öffnen der Türen für ca. 30 Sekunden reduziert werden!

Vorgehensweise bei der Temperaturkalibrierung

1. Kalibrierung aktivieren:

Behalten Sie die

-Taste 5 Sekunden gedrückt halten.

Alle Anzeigen auf dem Bedienfeld blinken.

2. Nennwert angeben:

Drücken Sie die

Schlüssel.

Es wird der voreingestellte Wert von 37 °C angezeigt.

3. Den Messwert (Zielwert) eingeben:

Drücken Sie die

Tasten.

or

Drücken Sie die

Tasten.

Zielwert zB 36.4 °C

4. Akzeptieren Sie den Zielwert:

Drücken Sie die

Schlüssel.

Die Temperaturanzeige zeigt kurz „CAL“,

Anschließend wird der korrigierte Istwert (gemessener Zielwert 36.4 °C) angezeigt.

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Wartung | Kapitel 10
5. Kalibriervorgang abbrechen: Beliebige Taste drücken. Die Temperaturanzeige und die CO2-Anzeige zeigen die aktuellen Werte an.
Vorbereitung der CO2-Kalibrierung
Um den genauen Messwert des im Gerät integrierten CO2-Sensors zu ermitteln, kann alle drei Monate eine CO2-Vergleichsmessung durchgeführt werden. Wird bei dieser Überprüfung eine größere Abweichung festgestellt, ist eine CO2-Kalibrierung erforderlich. Dabei wird die CO2-Regelung des Gerätes auf den bei der Vergleichsmessung gemessenen Wert eingestellt. Verwenden Sie für diese Prüfung ein kalibriertes Messgerät mit einer Genauigkeit von ± 0.3 % CO2. Geeignetes Gerät: Tragbares IR-Auslesegerät. (Teilenummer siehe Kapitel 11 „Teile und Zubehör“). Das MessgerätampDie Flüssigkeitsentnahme erfolgt durch die verschließbare Messöffnung der Glastür oder durch die Zugangsöffnung an der Geräterückseite. Die Vergleichsmessung muss bei völliger Stabilität des Gerätes durchgeführt werden.

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CO2 Inkubator Basic | 65

Kapitel 10 | Wartung

Vorgehensweise bei der Vergleichsmessung:

66 | CO2 Inkubator Basic

Abbildung 21 CO2-Kalibrierung
1. Gerät mit dem Netzschalter einschalten. 2. CO2-Sollwert einstellen und Gerät vollständig aufheizen und Feuchtigkeit erzeugen lassen.
Der Vorgang kann mehrere Stunden dauern. 3. Führen Sie das Messgerät entweder durch die Messöffnung [2] im Glas
Tür oder durch die Zugangsöffnung [1] an der Rückseite des Gerätes. Warten Sie, bis sich der vom Gerät angezeigte CO2-Wert stabilisiert hat. 4. Messsonde entfernen, Messöffnung verschließen und Türen schließen. 5. CO2-Steuerung kalibrieren, wie im Abschnitt „CO2-Kalibriervorgang“ beschrieben. Messung example: CO2 Sollwert: 5% Messwert: 5.6%
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Wartung | Kapitel 10

HINWEIS! Zu hoher CO2-Gehalt: Ein zu hoher CO2-Gehalt nach der Kalibrierung kann durch das Öffnen der Gerätetüren für ca. 30 Sekunden reduziert werden!

CO2-Kalibrierungsverfahren
1. Aktivieren Sie die Kalibrierung:

Behalten Sie die

-Taste 5 Sekunden gedrückt halten.

Alle Anzeigen auf dem Bedienfeld blinken.

2. Nennwert angeben:

Drücken Sie die

Schlüssel.

Es wird der eingestellte Sollwert von 5% angezeigt.

3. Den Messwert (Zielwert) eingeben:

Drücken Sie die

+

Tasten.

or

Drücken Sie die

+

Tasten.

Zielwert zB 5.6%.

4. Akzeptieren Sie den Zielwert:

Drücken Sie die

Schlüssel.

Die CO2-Anzeige zeigt kurz „CAL“,

anschließend wird der korrigierte Istwert (gemessener Zielwert 5.6%) angezeigt.

5. Kalibriervorgang abbrechen: Beliebige Taste drücken. Die Temperaturanzeige und die CO2-Anzeige zeigen die aktuellen Werte an.

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CO2 Inkubator Basic | 67

Kapitel 10 | Wartung

Austausch der Partikelfilter
Die Partikelfilter verfügen über ein Gewinde aus Kunststoff und werden per Hand in die Gewindebohrung am Steuerkasten eingeschraubt.
Vorgehensweise bei der Gasversorgung des Partikelfilters:

Abbildung 22 Partikelfilterwechsel
1. Stellen Sie sicher, dass die Gaszufuhr abgestellt ist. 2. Lösen Sie die Schlauchklemmeamp [4]. 3. Gasschlauch [5] von Sterilfilterhülse [2] abziehen. 4. Halterung [1] entfernen. 5. Partikelfilter [2] aus Gewindebohrung [3] herausschrauben. 6. Beim Einbau des neuen Partikelfilters darauf achten, dass das Kunststoffgewinde nicht verkantet wird. Schraube
Filter vorsichtig bis zum Anschlag einführen. 7. Halterung [1] montieren. 8. Gasschlauch an Partikelfilterhülse anschließen und mit Schlauchschelle fixierenampÜberprüfen Sie, ob die
Der Gasschlauch sitzt sicher auf der Muffe.

68 | CO2 Inkubator Basic

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Austausch der Gerätesicherungen

Wartung | Kapitel 10

Bild 23 Gerätesicherung wechseln
Die beiden identischen Gerätesicherungen [4] sind im Sicherungsfach [1] neben der Netzsteckerbuchse des Gerätes eingebaut: Sicherungen träge, 6.3 A (5×20 mm)
1. Der Sicherungshalter ist mit zwei Verriegelungslaschen [1] im Sicherungsfach [2] befestigt.
2. Zum Entnehmen des Sicherungshalters die beiden Verriegelungslaschen zusammendrücken und den Halter [3] aus dem Sicherungsfach ziehen.
3. Defekte Sicherung aus der Halterung nehmen und neue Sicherung einsetzen.
4. Schieben Sie den Sicherungshalter in das Sicherungsfach und drücken Sie ihn an, bis die Verriegelungslaschen vollständig eingerastet sind.

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CO2 Inkubator Basic | 69

Kapitel 10 | Wartung

Austausch der Türdichtung

Abbildung 24 Türdichtung austauschen
Die Türdichtung (Magnetdichtung) der Außentür befindet sich in der Haltenut. Zum Auswechseln der Dichtung ist kein Werkzeug erforderlich.
1. Magnetdichtung [3] aus der Führungsnut [1] ziehen.
2. Neue Dichtung an einer Ecke [2] positionieren und Dichtungshalteschiene [4] in die Nut drücken.
3. Achten Sie darauf, dass der Konus der Halteschiene richtig in der Nut [1] sitzt und die Dichtung bündig mit dem Türrahmen abschließt.

70 | CO2 Inkubator Basic

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11
Teile und Zubehör
Teile- und Zubehörlisten
Technischer Support: Telefon +1 888-793-2300 9–5 Uhr EST
Wenn Sie sich wegen Ersatzteilen und Zubehör an den technischen Support wenden, halten Sie bitte die folgenden Informationen bereit: Modellnummer Seriennummer Kaufdatum
NOTIZ!
Reparaturen:
Verwenden Sie nur Originalteile, die von VWR geprüft und freigegeben sind. Die Verwendung anderer Teile birgt Gefahren und führt zum Erlöschen der Garantie!
Zusatzteile:
Für weitere Teile wenden Sie sich bitte an die VWR-Serviceorganisation.

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CO2 Inkubator Basic | 71

Kapitel 11 | Teile und Zubehör

72 | CO2 Inkubator Basic

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12

Technische Daten

TECHNISCHE DATEN

BESCHREIBUNG

EINHEITEN:

MECHANISCH

Außenmaße

mm

Breite x Tiefe x Höhe

in

Innenmaße

mm

Breite x Tiefe x Höhe

in

l Kammervolumen
cu.ft

Regale

mm

Breite x Tiefe

in

Standardmenge

Stück

Maximale Menge

Stück

Maximale Flächenbelastung

Stück

Maximale Gerätegesamtlast

kg

ib

Gewicht, ohne Zubehör

kg

ib

THERMAL

Umgebungstemperaturbereich

°C

Temperaturregelbereich

°C

Temperaturabweichung bei 37°C, Zeit

°C

Temperaturabweichung, räumlich (DIN 12880, Teil 2) bei 37 °C

°C

Dauer der Autostartroutine, bis 37 °C Umgebungstemperatur h 20 °C

Temperaturerholungszeit, bei 37 °C, Tür 30 Sekunden geöffnet

Min

(auf 98% des Anfangswertes)

Wärmeabgabe an die Umgebung: bei 37 °C während der 90 °C Dekontamination

kWh/h kWh/h

WERT:
637 x 867 x 766 25.1 x 34.1 x 30.2 470 x 607 x 530 18.5 x 23.9 x 20.9 ca. 151 ca. 5.3 423 x 455 16.7 x 17.9 3 10 10 / Einlegeboden 30 66.1 70 (Edelstahl) 154.3 (Edelstahl)
+18…33 RT + 3 … 55 ± 0.1 ± 0.6 5 … 10
< 10
0.06 0.26

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CO2 Inkubator Basic | 73

Kapitel 12 | Technische Daten
74 | CO2 Inkubator Basic

BESCHREIBUNG FEUCHTIGKEIT Wasserqualität

TECHNISCHE DATEN EINHEITEN:

Flüssigkeitsmenge: Inkubationsbetrieb 90°C Dekontaminationsbetrieb Konstante Luftfeuchtigkeit bei 37 °C Feuchte-Erholzeit, bei 93% rF, Tür offen 30 s (auf 95% des Ausgangswertes) CO2-GASVERSORGUNGSSYSTEM Gasreinheit Vordruck Mess- und Regelbereich Regelabweichung, zeitlich Erholzeit, bei 5%, Tür offen 30 Sekunden (auf 98% des Ausgangswertes) CO2-MESSZELLE Genauigkeit (absolut) ELEKTRISCHES SYSTEM Nennvoltage Bemessungsfrequenz Funkentstörung (DIN VDE 0875) Schutzart (DIN 40 050) Schutzklasse Überspannungstage-Kategorie (IEC 1010, EN 61010) Verschmutzungsgrad (IEC 1010, EN 61010) Bemessungsstrom Bauseitige Absicherung: Schmelzsicherung Leistungsschalter Bemessungsaufnahme EMV-Klasse SONSTIGES Schalldruckpegel (DIN 45 635, Teil 1) Relative Luftfeuchtigkeit der Umgebung Aufstellungshöhe

l ml % rF min min % bar % vol. % Vol. min
% CO2 V Hz
A
kW
dB(A) % rF m NN

WERT:
demineralisiert / destilliert oder autoklaviert oder vollentsalzt / destilliert oder autoklaviert.
max. 3.0 / min 1.2 300 ca. 93 ca. 20 (Edelstahl)
min. 99.5 oder medizinische Qualität min. 0.8 – max. 1 0… 20 ± 0.1 < 8
± 0.3
1/N/PE 120 V, AC 50/60 Störgrad N IP 20 l ll 2 5.3 (120 V, AC)
T 16 AG 16 0.64 (120 V Wechselstrom) B
< 50 max. 80 max. 2000

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Durchschnittlicher Gasverbrauch:

Technische Daten | Kapitel 12

Abbildung 25 CO2-Verbrauch

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CO2 Inkubator Basic | 75

Kapitel 12 | Technische Daten

76 | CO2 Inkubator Basic

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13

Entsorgung

VORSICHT

Kontaminationsgefahr:

Das Gerät kann zur Aufbereitung und Verarbeitung infektiöser Stoffe verwendet werden, so dass es zu einer Kontamination des Gerätes oder von Gerätekomponenten kommen kann. Vor der Entsorgung von Gerätekomponenten müssen diese dekontaminiert werden!
Die Gerätekomponenten müssen gründlich gereinigt werden und nach der Reinigung, je nach Anwendung, desinfiziert oder sterilisiert werden.
Ausrangierte Geräte oder Gerätekomponenten müssen mit einem entsprechenden Zertifikat über die durchgeführten Dekontaminationsmaßnahmen versehen sein!

Alle Gerätebestandteile können nach fachgerechter Dekontaminierung fachgerecht entsorgt werden.

NOTIZ!

Recycling-Service:

VWR bietet gegen eine geringe Gebühr einen umweltschonenden Recycling-Service für Altgeräte an!

Liste der verwendeten Materialien:

Komponente Thermische Isolationskomponenten Leiterplatten
Kunststoffteile allgemein Außengehäuse Geräterückwand Außentür Türinnenwand Bedienfeldgehäuse und Schutzfolie Magnetische Türdichtung Heizung

Material Polystyrolschaum EPS/PPS-Compound Gekapselte elektrische Bauteile mit verschiedenen Kunststoffen beschichtet, auf Epoxidharz gebundenen Platten montiert. Materialkennzeichnung beachten Verzinktes Stahlblech, lackiert Verzinktes Stahlblech Verzinktes Stahlblech, lackiert Verzinktes Stahlblech, lackiert Polyethylen Magnetkern ummantelt mit EMPP Silikonummantelte Widerstandsdrähte

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CO2 Inkubator Basic | 77

Kapitel 13 | Entsorgung

Bauteil Innenbehälter, Einbauten und Ablagen Stopfen für Rohrkanal Einsatz Druckausgleichsöffnung Glasscheibe Glastürdichtung Messöffnung Sensorblock Gebläserad Dichtung Messzellengrundplatte Kabel Verpackung

Material Edelstahl 1.4301
Silikon POM mit Messing-Sinterfilter Soda-Silikatglas gehärtetes Silikon Edelstahl 1.4301 Edelstahl 1.4305 gehärtetes Silikon Kunststoffummanteltes Kupferflexibel Wellpappe, Polyethylenfolie und Styropor

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14
Geräteprotokoll
Erfassen Sie hier folgende Angaben: Typenschildangaben Durchgeführte Arbeiten Wartungsarbeiten Reparaturen

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Kapitel 14 | Geräteprotokoll
Gerätetyp: Seriennummer: Standort:
Durchgeführte Arbeiten

Teilenummer: Servicenummer: Betreiberhinweis:
Hinweise

Datum

Unterschrift

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15
Dekontaminationszertifikat

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Kapitel 15 | Dekontaminationsbescheinigung

82 | CO2 Inkubator Basic

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Dokumente / Ressourcen

VWR CO2-Inkubator Basic [pdf] Benutzerhandbuch
CO2-Inkubator Basic, CO2, Inkubator Basic, Basic

Verweise

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